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  Der „Raudi“ unser Schidoo  
  Stürer Hans und Oberthanner Helli haben damals auf eigene Kosten einen Schidoo (kleines Pistenfahrzeug) angeschafft, um für die Bergwacht im Winter Versorgungsfahrten für die Hütte durchzuführen. Für unseren Moar n (Mair) Luis war das eine willkommene Gelegenheit im Winter auch einmal auf das Alpl zu kommen. Des Schifahrens unkundig hat er sich gedacht, wenn er sich mit der Rodel anhängt, damit lässt sich das problemlos und ohne Anstrengung machen. Bis zu Alm ist das auch gutgegangen, dann wurde der Schnee allerdings immer tiefer und unser Moar n Luis ist teilweise über, teilweise unter dem Schnee Richtung Alpl gezogen worden.Ob der Angstschweiß oder der Schnee schuld daran war, können wir heute nicht mehr sagen, aber Luis war auf jeden Fall platschnass, als er im Alpl angekommen ist. Bei einer dieser Gelegenheiten wurde der Schidoo mit einer Flasche Sekt auf den Namen "Raudi" getauft.
       
  Der Schilift am Alpl  
  Gstrein Richard, Gstrein Seppi, Gstrein Franzi, Gstrein Walter, Oberthanner Helli und Stürer Hans mit den Bergwachtkollegen haben in den 70er Jahren tatsächlich einen Schlepplift am Alpl gebaut. Die Streckenlänge war ca. 200 Meter vom Alpl bis zum ausgeschobenen Parkplatz. Besonderheiten: der Antrieb durch einen alten "Jenbacher" (Vorkriegsmodell - ein Motor wie er auch in alten Kompressoren Verwendung fand), ein Stahlseil mit ca. 200 Metern Länge und als Umlenkung eine alte Autofelge.Nachdem in der Küche für den startunwilligen Einzylinder-Dieselmotor mehrere Kübel heißes Wasser vorbereitet und eingefüllt wurden, kam die Schwerarbeit. Mit der angesetzten Kurbel und eingesetzten Glühzündern war den Motor mit einer Kurbel zu starten. Nach unzähligen Versuchen begann das Ding mit einem zaghaften "Dong" "Dong" "Dong" und jeder Menge lustiger weißer Rauchringe tatsächlich zu Laufen. Das weiße Hemd von Gstrein Franz war nach dieser Startprozedur eher schwarz geflecktDer Schiliftbetrieb konnte dann nach dieser mehrstündigen Prozedur beginnen. Allerdings musste man sich, in Ermangelung eines Liftbügels, mit der Hand am Stahlseil festhalten um dann mehr oder weniger unbeschadet im Schneckentempo einige Höhenmeter bergauf zu fahren. Was die wenigsten Leute wissen Stürer Hansl und Kapeller Ewald hatten für diesen "Alpl-Lift" in diversen Inzinger Gasthäusern tatsächlich Tageskarten verkauft.
       
       
  Die „Ziechorgl“  
  Der Baben Ricci hat in seinem Leben nie ein Musikinstrument spielen gelernt. Die Leute haben aber gar geschaut, wie der Ricci eines Tages am Alpl die tollsten Stückl n auf einer neuen Ziechorgl gespielt hat. Unermüdlich hat er die Anwesenden unterhalten und als dann einer gesagt hat er soll doch einmal ein Bier trinken, hat er die Ziechorgl auf die Bank gestellt und hat sich zu den Kollegen gesetzt.Die Ziechorgl hat allerdings auf der Bank lustig weitergespielt der Ricci hatte nämlich in das Instrument einen Kassettenrecorder eingebaut gehabt und hat so alle Beteiligten an der Nase herumgeführt.
       
  Das „Alpl Trio“ (waren zwar eigentlich ja vier - aber das macht nichts)
  Stürer Hans (Ziechorgl - Gesang)Kapeller Ewald (Gitarre oder sonst was)Gstrein Sepp (Waschbrett, Maultrommel)Oberthanner Helli (Ziechorglkoffer als Schlagzeug, Teufelsgeige, Löffel) - waren damals wohl eine der bekanntesten Musikgruppen in Inzing. Einige boshafte Leute behaupten allerdings - dass der Stürer Hans den Alpenfrieden an einem Abend mindestens dreißigmal gespielt hat.
       
  Wenn Ihr noch andere überlieferte Geschichten kennt, lasst es mich bitte wissen - es wäre wirklich schade, wenn diese netten Anekdoten in Vergessenheit gerieten.

Euer Puelacher Pepi
       
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