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2009
 
 
 
   

Sonnenwende: "Berge in Flammen":  Schon seit Jahrzehnten werden auf dem Rauhen Kopf (2.302 Meter) bei Inzing alljährlich um den 21. Juni durch die Bergwacht die Sonnwendfeuer abgebrannt. Sonnwendfeuer haben ihren Ursprung sehr wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit: "Ein Sprung über das Feuer verspricht baldige Heirat und Schutz vor Hexen und Geistern." Man glaubte auch, dass es Mensch und Tier vor Krankheit schützt und Lebenskraft spendet. Ihre Berg-Feuer entzünden die Tiroler noch immer nach altem Brauch. Dieser wurzelt in einem Gelöbnis. Im Jahre 1796 bedrohten die Franzosen Tirol. Damals „verlobte“ sich das Land mit dem „Herzen Jesu“, um sich dadurch Gottes Schutz zu erbitten. Diese Tiroler Besonderheit beruht angeblich auch auf dem Tiroler Freiheitskampf „Anno 1809“, bei dem die Feuer als Signalfeuer für die beginnenden Kämpfe verwendet wurden.

Übrigens: das Bergfeuer ist keine Müllentsorgung, auf keinen Fall dürfen Kunststoffe oder gar alte Autoreifen verbrannt werden, auch lackiertes, gestrichenes und lasiertes Holz ist nicht zu verwenden, sondern ausschließlich naturbelassenes Holz oder wie in unserem Fall mehrere hundert Wachsfackeln.

Zur Sommersonnenwende um den 21. Juni und zeitnah zum Herz-Jesu-Fest, gutes Wetter vorausgesetzt, steht der ganze Kamm zwischen dem Flaurlinger Joch (2.156 Meter) und dem Inzinger Rauhen Kopf (2.302 Meter) in „Flammen“.

Dieses Schauspiel kann vor allem zwischen Telfs und Zirl bewundern werden. Insgesamt können die Organisatoren damit regelmäßig 20 bis 30 Akteure begeistern.

 
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